heute„Was hab’ ich?“ erhält den Bundespreis Verbraucherschutz 2026
„Was hab’ ich?“ hat den Bundespreis Verbraucherschutz 2026 gewonnen!
Staatssekretärin Eva Schmierer vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz überreichte die Auszeichnung heute Nachmittag, 2. November 2026, auf dem Deutschen Verbrauchertag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) in Berlin an Geschäftsführer Ansgar Jonietz.
Der Bundespreis Verbraucherschutz ehrt Menschen, Projekte und Initiativen, die sich in herausragender Weise für Verbraucher:innen engagieren. Besonders überzeugt hat die Jury, „wie konkret und wirkungsvoll [‚Was hab’ ich?‘ sich] als gemeinnütziges Unternehmen dafür einsetzt, die Kommunikation zwischen Arzt und Patienten stärker auf Augenhöhe zu bringen“.
Die Konkurrenz war groß, denn auch alle anderen Nominierten leisten wichtige Beiträge zum Verbraucherschutz, darunter Anne Brorhilker, Leon (xskincare auf Instagram) und das ZDF-Format besser/esser. Eine zehnköpfige Jury aus Verbraucherschutz, Politik, Wissenschaft und Journalismus traf die Entscheidung. Das Ergebnis eines öffentlichen Votings mit 35.000 abgegebenen Stimmen floss als zusätzliche Stimme ein.
Damit ist unser Erfolg auch Ihrer! Gemeinsam haben wir gezeigt, wie wichtig verständliche Gesundheitskommunikation ist. Wir sind sehr stolz und dankbar!
Anbei finden Sie unsere Pressemitteilung.
„Was hab’ ich?“ erhält den Bundespreis Verbraucherschutz 2026
Dresden/Berlin, 2. November 2026 – Das gemeinnützige Unternehmen „Was hab’ ich?“ ist Preisträger des Bundespreises Verbraucherschutz 2026. Staatssekretärin Eva Schmierer vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz überreichte die Auszeichnung heute auf dem Deutschen Verbrauchertag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) in Berlin an Geschäftsführer Ansgar Jonietz. Die Jury würdigte das langjährige Engagement von „Was hab’ ich?“ für verständliche Gesundheitsinformationen und mehr Gesundheitskompetenz. Der Preis der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz ist mit 10.000 Euro dotiert.„Gerade im Gesundheitswesen treffen oft hochspezialisiertes Wissen auf der einen Seite und Menschen in belastenden Situationen auf der anderen Seite aufeinander. ‚Was hab’ ich?‘ schafft hier Orientierung: mit verständlichen Informationen, fachlich sorgfältig erstellt und geprüft und immer mit dem Anspruch, Gesundheitswissen für alle zugänglich und verständlich zu machen. Uns hat besonders überzeugt, wie konkret und wirkungsvoll ihr euch als gemeinnütziges Unternehmen dafür einsetzt, die Kommunikation zwischen Arzt und Patienten stärker auf Augenhöhe zu bringen“, erklärte Jury-Mitglied Henrik Fork-Weigel in seiner Laudatio.
„Was hab’ ich?“ setzte sich gegen neun weitere Finalist:innen durch, darunter Anne Brorhilker, Leon (xskincare auf Instagram) und das ZDF-Format besser/esser. Eine zehnköpfige Jury aus Verbraucherschutz, Politik, Wissenschaft und Journalismus traf die Entscheidung am 16. Juni 2026. Das Ergebnis eines öffentlichen Votings mit 35.000 abgegebenen Stimmen floss als zusätzliche Stimme ein. Schirmherrin des Preises ist Bundesministerin Dr. Stefanie Hubig. Er wird 2026 zum achten Mal vergeben; frühere Preisträger sind unter anderem AlgorithmWatch und Maximilian Schrems.
Seit 2011 arbeitet das Dresdner Sozialunternehmen „Was hab‘ ich?“ daran, dass Patient:innen individuelle und verständliche Gesundheitsinformationen erhalten. Das Unternehmen entwickelt praxistaugliche Lösungen, die sich in den Alltag des Gesundheitswesens einfügen. „Wer seinen Befund versteht, kann mitentscheiden. Genau darum geht es uns seit unserer Gründung“, sagt Ansgar Jonietz, Geschäftsführer von „Was hab’ ich?“. „Dass der Bundespreis Verbraucherschutz in diesem Jahr an verständliche Gesundheitsinformationen geht, ist ein starkes Signal. Sie sind die Grundlage dafür, dass Menschen gut für ihre Gesundheit sorgen können. Unser Dank gilt der Jury, den vielen Menschen, die für uns abgestimmt haben, und allen, die sich bei uns engagieren.“
Auf washabich.de übersetzen Medizinstudierende und Ärzt:innen ehrenamtlich Befunde in leicht verständliche Sprache, bis heute haben sie fast 75.000 Befunde für Patient:innen erklärt. Der Bedarf ist groß: Laut der repräsentativen Studie HLS-GER 3 hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen.
Um deutlich mehr Menschen zu erreichen, hat das Sozialunternehmen eine Patientenbrief-Software entwickelt. Sie erstellt nach Entlassung aus dem Krankenhaus automatisiert einen persönlichen, verständlichen Brief, zusätzlich zum fachsprachlichen Entlassbrief und ohne Mehraufwand für das Klinikpersonal. Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt PASTA hat die positive Wirkung der Patientenbriefe auf die Gesundheitskompetenz belegt; der Gemeinsame Bundesausschuss empfiehlt die Briefe für die Regelversorgung. Eingesetzt werden sie unter anderem am Herzzentrum Dresden.
Außerdem bietet „Was hab‘ ich?“ einen kostenfreien Online-Kommunikationskurs an, der sich an alle Menschen richtet, die beruflich im Gesundheitswesen tätig sind. Der Kurs vermittelt relevantes Hintergrundwissen sowie konkrete sprachliche Regeln, um Informationen verständlich und zielgerichtet zu überbringen. Darüber hinaus erstellt das Unternehmen für das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) verständliche Gesundheitsinformationen.
Über den Bundespreis Verbraucherschutz
Mit dem Bundespreis Verbraucherschutz ehrt die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz Menschen, Projekte und Initiativen, die sich in herausragender Weise für Verbraucherinnen und Verbraucher einsetzen.
Weitere Informationen: verbraucherstiftung.de/bundespreis/2026